
45° von vorne
Stell dich einige Schritte vor die vordere Ecke und geh leicht in die Hocke. Das ganze Fahrzeug bleibt im Bild, die Räder und die vordere Seitenlinie sind gut einzuordnen.
Ratgeber · Autoverkauf
Gute Verkaufsfotos sollen nicht künstlich beeindrucken. Sie geben Interessenten einen klaren ersten Eindruck und helfen ihnen, Zustand, Raumgefühl und Ausstattung deines Fahrzeugs besser einzuordnen.
Zum FotoablaufVor dem ersten Bild
Wähle einen ruhigen, möglichst neutralen Ort mit ausreichend Platz rund um das Fahrzeug. Helles, gleichmäßiges Tageslicht macht Lack, Scheiben und Innenraum besser erkennbar als harte Mittagssonne oder dunkle Parkplätze.
Das Fahrzeug sollte sauber, leer und vollständig sein: persönliche Dinge aus Ablagen und Kofferraum, Sitzpositionen ordentlich, Lenkrad gerade. Was auf dem Bild stört, lenkt auch von den relevanten Informationen ab.
Checkliste zur Vorbereitung vor dem Autoverkauf →Kamerapositionen
Nutze eine normale Smartphone-Kamera und geh lieber einen Schritt zurück, statt mit einem extremen Weitwinkel zu arbeiten. Das Fahrzeug soll vollständig und proportioniert wirken – nicht dramatisch verformt.

Stell dich einige Schritte vor die vordere Ecke und geh leicht in die Hocke. Das ganze Fahrzeug bleibt im Bild, die Räder und die vordere Seitenlinie sind gut einzuordnen.

Nutze ungefähr dieselbe Höhe und Distanz wie an der Front. So wirkt die Bildserie ruhig und zeigt Heck, Seite und Kofferraumklappe in einem nachvollziehbaren Verhältnis.

Bleib vor der geöffneten Tür statt mit dem Handy tief im Innenraum zu stehen. Damit sind Fahrersitz, Einstieg und Cockpit in einem Bild sichtbar, ohne dass der Raum unnatürlich verzerrt wird.
Außenansichten
Beginne mit der 45°-Ansicht von vorne. Sie eignet sich meist als erstes Bild, weil sie Front und Seitenlinie gleichzeitig zeigt. Danach fotografierst du das Fahrzeug in einer festen Reihenfolge weiter. So fehlt am Ende keine Seite und die Bilder wirken zusammen wie aus einem Guss.
Bei Front-, Seiten- und Heckansichten stehen die Räder gerade. Für die schrägen Ansichten kannst du das Lenkrad leicht einschlagen, damit die vordere Felge sichtbar bleibt. Halte die Kamera ungefähr auf gleicher Höhe und lass rund um das Fahrzeug etwas Luft.
Innenraum und Details
Innenraumbilder wirken am ruhigsten, wenn sie von außerhalb der geöffneten Tür aufgenommen werden. So sind Sitz, Cockpit und Einstieg vollständig sichtbar. Für die Rückbank und den Kofferraum gilt dasselbe: nichts verdecken, kein Gepäck liegen lassen und nicht nur enge Details zeigen.
Ergänze danach nur die Details, die beim konkreten Fahrzeug etwas erklären: Kilometerstand, Felgen, Reifen, Anhängerkupplung oder besondere Ausstattung. Ein Bild ist dann sinnvoll, wenn es eine Frage beantwortet, die ein Interessent sonst erst stellen müsste.

Sitz, Cockpit und Einstieg in einem Bild zeigen – ohne persönliche Gegenstände oder enge Detailansicht.

Die offene hintere Tür schafft einen nachvollziehbaren Blick auf Sitzfläche, Gurte und Fußraum.

Den leeren Kofferraum von hinten zeigen, damit Fläche, Seitenbereiche und Ladekante erkennbar bleiben.
Ehrliche Bilder
Starke Filter, übertriebene Bildbearbeitung oder ein bewusst enger Bildausschnitt machen den Zustand nicht besser. Sie führen eher dazu, dass Erwartungen und Realität bei der Besichtigung auseinandergehen.
Fotografiere sichtbare Schäden und größere Gebrauchsspuren so, dass ihre Lage und ihr Umfang erkennbar bleiben. Das ist kein Nachteil der Anzeige, sondern eine faire Grundlage für Rückfragen und Besichtigung. Für die eigene Privatsphäre kannst du das Kennzeichen unkenntlich machen.
Aus Fotos einen klaren Inseratstext machen →
Wenn die Vorbereitung zu viel wird
Bei einem gepflegten Fahrzeug reichen Ausräumen, Saugen, Scheiben reinigen und eine passende Außenwäsche oft aus. Bei festsitzendem Schmutz, Tierhaaren, Flecken oder Gerüchen braucht die Vorbereitung meist mehr Zeit als die Fotos selbst.
Eine Verkaufsaufbereitung schafft dann eine saubere, ehrliche Grundlage für Bilder und Besichtigung. Sie ersetzt weder eine technische Prüfung noch verspricht sie einen bestimmten Verkaufspreis.
Verkaufsaufbereitung ansehen →FAQ
Ja. Ein aktuelles Smartphone reicht aus, wenn die Linse sauber ist, genügend Tageslicht vorhanden ist und du nicht mit einem extremen Weitwinkel fotografierst. Entscheidend sind klare, vollständige Ansichten und nicht eine teure Kamera.
Helles, gleichmäßiges Tageslicht ist hilfreich. Ein leicht bewölkter Tag vermeidet oft harte Schatten und starke Spiegelungen. Bei direkter Sonne solltest du besonders auf Gegenlicht und Reflexionen in Scheiben und Lack achten.
Ja, wenn sie für Interessenten relevant sind. Ein klares Foto und eine passende Angabe im Inserat helfen, den Zustand vor der Besichtigung realistisch einzuordnen. Schäden zu verdecken oder stark zu retuschieren schafft keine gute Grundlage für den Verkauf.
Das ist eine sinnvolle Vorsichtsmaßnahme für deine Privatsphäre. Wenn du es abdeckst oder unkenntlich machst, sollte das Bild trotzdem nicht irreführend verändert werden.